Diskriminierung aufgrund des Alters
Ein Ziel des AGG ist das Älterwerden in Recht, Schutz und Würde und Einbeziehung in die Gesellschaft. Denn ältere Menschen werden oft willkürlich benachteiligt und wegen ihres Alters diskriminiert. Diskriminierung aufgrund des Alters entsteht durch institutionelle Praktiken und stereotype Annahmen über die Natur und Fähigkeiten von Menschen unterschiedlichen Alters und über die Auswirkungen demografischen Alterns. Ungerechtfertigte Altersbegrenzungen bei betrieblichen Einstellungen und Beförderungen hemmen die Umsetzung der Gleichbehandlungsgrundsätze. Altersdiskriminierung und soziale Einstellungen, die nur Jugend schätzen und Alter nicht würdigen, wirken kontraproduktiv und schaden dem Image des Unternehmens.Über die kommenden 10 Jahre wird in Europa der Anteil der Menschen mit 65 Jahren oder älter um 22% ansteigen, währenddessen sich der Anteil der Menschen von 80 Jahren und älter um bis zu fast 50% erhöhen wird. Im Jahr 2015 wird einer von drei Menschen im arbeitsfähigen Alter 50 Jahre oder älter sein.
Diskriminierung aufgrund des Alters bringt nicht nur älteren Menschen Nachteile, sondern wirkt sich auch negativ auf die gesamte Gesellschaft aus. Die Wirtschaft wird durch die verlorene Produktivität arbeitsloser und nicht-aktiver älterer Arbeitnehmer sowie durch zu erbringende Sozialleistungen und entgangene Steuereinnahmen belastet.
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